GESUNDHEIT
KOLUMNE von Mag. Wolfgang Rizy
Blähungen
Mag. Wolfgang Rizy, Apotheke Grieskirchen, Kontakt: 07248/62661, [email protected]
Sie können laut und peinlich oder leise und hinterlistig sein - die „Winde”, die sich ihren Weg aus dem Darm ins Freie bahnen. Dabei sind sie eine zumeist harmlose, wenngleich störende Begleiterscheinung unserer Verdauung, die ein Drittel der Bevölkerung regelmäßig heimsucht. Blähungen haben ihren Ursprung in einer übermäßigen Produktion von Methan, Schwefelwasserstoff und anderen Gärgasen, welche die Lebensqualität beeinträchtigen können. Kommt es nämlich zur vermehrten Ansammlung im Verdauungstrakt und ist ein Entweichen nicht möglich, sind schmerzhafte Bauchkrämpfe und Koliken die Folge.
Unser Körper besitzt ein ausgeklügeltes System, sich die Nährstoffe im Essen nutzbar zu machen. Auf dem Weg vom Mund bis zur Ausscheidung sind unzählige Enzyme und Bakterien unaufhaltsam dabei, die Nahrung aufzuschließen, damit sie unser Verdauungssystem verwerten kann. Dabei entstehen unweigerlich Gase, und zwar unglaubliche 11 Liter pro Tag! Nicht auszudenken, würden wir diese Menge tatsächlich als Blähungen ausscheiden, doch zum Glück hilft sich der Organismus hier auf geniale Weise. Die Gase werden zunächst auf nur noch ca. 2 Liter komprimiert, großteils über die Darmwand wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt und einfach ausgeatmet. Der Rest verlässt - meist fast unbemerkt - bis zu 20 Mal täglich in Form von Winden unseren Darm.
Ein wesentlicher Grund für das Auftreten von Blähungen liegt in unserer Ernährung bzw. in der Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme. Isst man schnell und hastig, wird bereits etwa doppelt so viel Luft verschluckt, als bei langsamem Genießen. Darüber hinaus gibt es einige Lebensmittel, die eine vermehrte Gasbildung von Natur aus begünstigen. Dazu gehören z. B. Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen), Zwiebel, Knoblauch und fette Speisen, aber auch unreifes Obst, Rohkost, Kaffee, frisches Brot, Fertiggerichte und ballaststoffreiche Lebensmittel.
Bei vielen Menschen kommt noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu. Sie leiden unter so genannten Lebensmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie, Milchallergie oder Histamin- und Lactoseintoleranz. Bei letzterer fehlt etwa ein spezielles Enzym, das im Dünndarm normalerweise für den Abbau von Lactose zuständig ist. So gelangt dieser Milchbestandteil in den Dickdarm, wo die Bakterien mit der ungewohnten „Kost” überfordert sind. Die Folgen können Durchfall oder auch vermehrte Blähungen sein.
So kann man das Risiko von Blähungen minimieren:
• Essen Sie vorwiegend leicht verdauliche Speisen und meiden Sie zu scharfe, süße, fette und ballaststoffreiche Kost.
• Immer ausreichend kauen, langsam essen und die Nahrung genügend einspeicheln.
• Bewegung nach dem Essen bringt den Darm auf Trab.
• Nie zu spät essen! Die letzte Mahlzeit sollte spätestens um 19 Uhr erfolgen und leicht verdaulich sein.
Unser Körper besitzt ein ausgeklügeltes System, sich die Nährstoffe im Essen nutzbar zu machen. Auf dem Weg vom Mund bis zur Ausscheidung sind unzählige Enzyme und Bakterien unaufhaltsam dabei, die Nahrung aufzuschließen, damit sie unser Verdauungssystem verwerten kann. Dabei entstehen unweigerlich Gase, und zwar unglaubliche 11 Liter pro Tag! Nicht auszudenken, würden wir diese Menge tatsächlich als Blähungen ausscheiden, doch zum Glück hilft sich der Organismus hier auf geniale Weise. Die Gase werden zunächst auf nur noch ca. 2 Liter komprimiert, großteils über die Darmwand wieder in den Blutkreislauf zurückgeführt und einfach ausgeatmet. Der Rest verlässt - meist fast unbemerkt - bis zu 20 Mal täglich in Form von Winden unseren Darm.
Ein wesentlicher Grund für das Auftreten von Blähungen liegt in unserer Ernährung bzw. in der Geschwindigkeit der Nahrungsaufnahme. Isst man schnell und hastig, wird bereits etwa doppelt so viel Luft verschluckt, als bei langsamem Genießen. Darüber hinaus gibt es einige Lebensmittel, die eine vermehrte Gasbildung von Natur aus begünstigen. Dazu gehören z. B. Hülsenfrüchte (Bohnen, Linsen), Zwiebel, Knoblauch und fette Speisen, aber auch unreifes Obst, Rohkost, Kaffee, frisches Brot, Fertiggerichte und ballaststoffreiche Lebensmittel.
Bei vielen Menschen kommt noch ein weiterer wichtiger Aspekt hinzu. Sie leiden unter so genannten Lebensmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie, Milchallergie oder Histamin- und Lactoseintoleranz. Bei letzterer fehlt etwa ein spezielles Enzym, das im Dünndarm normalerweise für den Abbau von Lactose zuständig ist. So gelangt dieser Milchbestandteil in den Dickdarm, wo die Bakterien mit der ungewohnten „Kost” überfordert sind. Die Folgen können Durchfall oder auch vermehrte Blähungen sein.
So kann man das Risiko von Blähungen minimieren:
• Essen Sie vorwiegend leicht verdauliche Speisen und meiden Sie zu scharfe, süße, fette und ballaststoffreiche Kost.
• Immer ausreichend kauen, langsam essen und die Nahrung genügend einspeicheln.
• Bewegung nach dem Essen bringt den Darm auf Trab.
• Nie zu spät essen! Die letzte Mahlzeit sollte spätestens um 19 Uhr erfolgen und leicht verdaulich sein.
