AKTUELLES
Schartner Bauern können nicht liefern:
Große Nachfrage, aber kein Obst!
Eigentlich wäre jetzt in der Scharten Hochbetrieb, doch in der Obstkammer Oberösterreichs gibt es heuer fast keine Früchte. Der späte Frost hat die Ernte zerstört. Unzählige Kundenanfragen erinnern die Obstbauern täglich an ihren enormen Schaden.
Normalerweise pilgern in diesen Wochen Freunde heimischen Obsts nach Scharten und Umgebung, um sich mit Marillen und Kirschen einzudecken. Auch heuer wäre die Nachfrage riesig. Das Telefon am Firlingerhof in der Ortschaft Rexham in Scharten steht nicht still. „Wir erhalten etwa 200 Anrufe am Tag,“ erzählt Hausherr Horst Hubmer. Er muss fast alle Anrufer enttäuschen. „Auf unseren 10.000 Marillenbäumen gibt es keine einzige Marille,“ so Hubmer. „Bei den Kirschen liegt der Ertrag etwa bei zehn Prozent. Das heißt, wir können ab Hof Kirschen verkaufen, aber den Handel nicht beliefern.“
Wie auf den Plantagen des Firlingerhofes sieht es in ganz Scharten aus: Totalausfall bei den Marillen, etwa 90 Prozent Verlust bei den Kirschen, und bei den Zwetschken wird mit 80 Prozent Minderertrag gerechnet. „Eine Missernte in diesem Ausmaß habe ich noch nie erlebt,“ ist Horst Hubmer deprimiert. Der 45-Jährige zählt mit 17 verschiedenen Sorten zu den größten Marillen-Bauern im Landl.
Die Katastrophe ist das Ergebnis von zwei Frostnächten Ende April. Hubmer: „Mit früher Vegetation und spätem Frost hatten wir heuer das schlimmste Szenario.“ Wenn die Bäume bereits blühen, genügen minus 2 Grad, um die Ernte zu vernichten, sind schon Früchte am Baum, bewirken bereits minus 0,5 Grad das gleiche.
Zum Glück scheinen bei den Schartener Bäumen die Knospen nicht so stark geschädigt zu sein, sodass man wenigstens im nächsten Jahr wieder auf eine normale Ernte hoffen darf. „Ich war gerade in der Schweiz, da hatte man vor drei Jahren eine ähnliche Situation und in den zwei Folgejahren auch kaum einen Ertrag. Uns bleibt das hoffentlich erspart,“ sagt Hubmer.
Unterm Strich haben heuer die Obstbauern gleich viel Arbeit und den gleichen Aufwand wie in guten Jahren, allerdings fehlen die Einnahmen. Das gilt fast für ganz Österreich. Weshalb man in den Supermarktregalen meist vergeblich nach inländischen Kirschen oder Marillen sucht. Schwacher Trost für Horst Hubmer: „Viele treue Kunden sagen uns, dass sie heuer ganz auf diese Früchte verzichten wollen.“
Wie auf den Plantagen des Firlingerhofes sieht es in ganz Scharten aus: Totalausfall bei den Marillen, etwa 90 Prozent Verlust bei den Kirschen, und bei den Zwetschken wird mit 80 Prozent Minderertrag gerechnet. „Eine Missernte in diesem Ausmaß habe ich noch nie erlebt,“ ist Horst Hubmer deprimiert. Der 45-Jährige zählt mit 17 verschiedenen Sorten zu den größten Marillen-Bauern im Landl.
Die Katastrophe ist das Ergebnis von zwei Frostnächten Ende April. Hubmer: „Mit früher Vegetation und spätem Frost hatten wir heuer das schlimmste Szenario.“ Wenn die Bäume bereits blühen, genügen minus 2 Grad, um die Ernte zu vernichten, sind schon Früchte am Baum, bewirken bereits minus 0,5 Grad das gleiche.
Zum Glück scheinen bei den Schartener Bäumen die Knospen nicht so stark geschädigt zu sein, sodass man wenigstens im nächsten Jahr wieder auf eine normale Ernte hoffen darf. „Ich war gerade in der Schweiz, da hatte man vor drei Jahren eine ähnliche Situation und in den zwei Folgejahren auch kaum einen Ertrag. Uns bleibt das hoffentlich erspart,“ sagt Hubmer.
Unterm Strich haben heuer die Obstbauern gleich viel Arbeit und den gleichen Aufwand wie in guten Jahren, allerdings fehlen die Einnahmen. Das gilt fast für ganz Österreich. Weshalb man in den Supermarktregalen meist vergeblich nach inländischen Kirschen oder Marillen sucht. Schwacher Trost für Horst Hubmer: „Viele treue Kunden sagen uns, dass sie heuer ganz auf diese Früchte verzichten wollen.“
