07. November 2015

GESUNDHEIT

KOLUMNE von Mag. Wolfgang Rizy

Reisen ohne Reue


Kontakt: 07248/62661, [email protected]

Sie haben Ihren Sommerurlaub schon geplant? Die Reise ist gebucht, die Katzensitterin verständigt und der Reiseführer bereits besorgt … dann steht erholsamen Tagen weit ab von Alltag und Stress ja nichts mehr im Wege. Oder war da nicht noch etwas, das es zu beachten gilt, bevor man in fremde Länder aufbricht? Richtig, Sie sollten sich - egal, ob Sie mit Flugzeug, Schiff oder Auto unterwegs sind - vorab in Ihrer Apotheke beraten lassen, was in Ihrer Reiseapotheke für welches Reiseziel keinesfalls fehlen darf.

Gerade wenn es an exotische Orte geht, sollten Sie kein Risiko eingehen. Informieren Sie sich deshalb bitte unbedingt spätestens sechs Wochen vor dem Urlaubsantritt oder besser noch früher ausführlich zu allen medizinischen Reiseempfehlungen. Dazu gehören neben einer gut sortierten Urlaubsapotheke auch mögliche Impfungen für das eine oder andere Land.

Zwar gibt es nur in den wenigsten Ländern tatsächliche Impfvorschriften, zumindest fast nie für Reisende aus Europa, doch bei einigen Destinationen sind prophylaktische Schutzmaßnahmen unbedingt anzuraten. Eine Auffrischung der Grundimmunisierung gegen Diphtherie, Tetanus und Polio ist alle 10 Jahre vorgesehen, und Impfungen gegen Hepatitis A oder B gehören fast schon zu den Reisestandards. Prinzipiell gilt: Je exotischer das Reiseziel, desto wichtiger sind die Impfungen gegen Typhus, Cholera oder Gelbfieber, aber auch das Malaria-Risiko ist in manchen Ländern leider relativ hoch. Ob für Ihr Urlaubsland Impfungen empfohlen werden, können Sie in jeder Apotheke erfahren. Hier finden Sie sämtliche Informationen, die sich an den aktuellsten Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation orientieren und natürlich ebenso rezeptpflichtige Impfstoffe oder Medikamente zur Malaria-Prophylaxe im Vorfeld Ihrer Reise.

In erster Linie gilt es natürlich, eine ausreichende Menge jener Medikamente zu bevorraten, die Sie regelmäßig benötigen, damit Sie unterwegs keine böse Überraschung erleben. Speziell Allergiker dürfen keinesfalls auf ihre Antihistaminika vergessen, und Mittel gegen Durchfall sollten ebenfalls immer zur Hand sein. Dabei muss es gar nicht immer Montezumas Rache wie in Südamerika sein. Oft reichen auch schon fremde Gewürze und ungewohnte Speisen, um unseren Verdauungstrakt zu beleidigen. Und auf rohe Köstlichkeiten, Salate, Eis oder Eiswürfel sollte man in fernen Ländern besser sowieso verzichten.

Ideal ist es, seine Darmflora bereits vor der Abreise in einen optimalen Zustand zu versetzen, z. B. durch eine Darmsanierung. Zusätzlich schadet es keinesfalls, ein Loperamid-Präparat dabei zu haben, das Durchfall im Fall des Falles rasch und effektiv stoppen kann. Allerdings gibt es natürlich auch jene Personen, die auf Reisen vermehrt vom gegenteiligen Problem geplagt werden. Ein leichtes Abführmittel gehört für sie zur Reiseapotheken-Grundausstattung.

Ganz wichtig neben einem wirksamen Sonnenschutz ist ein Mückenmittel. Die Blutsauger sind nämlich nicht nur lästig, sondern können in vielen Ländern zahlreiche, zum Teil gefährliche Krankheiten übertragen.

Dazu noch allgemeine Präparate wie Schmerz- und Desinfektionsmittel, Augentropfen, Nasenspray sowie ein Verbandszeug für kleinere Verletzungen, und Ihre Reiseapotheke ist für den Urlaub bestens ausgestattet.