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Täglich haben drei Flüchtlinge im Bauhof Grieskirchen einen neunstündigen Arbeitstag
„Die Bevölkerung ist begeistert"
Gute Stimmung im Bauhof: Bgm. Maria Pachner mit Mitarbeitern und Asylwerbern.
Bis 31. August sind im ehemaligen Hauptschulgebäude von Grieskirchen für insgesamt drei Monate 100 Flüchtlinge untergebracht. Es sind Männer, die aus Syrien, Pakistan, Afghanistan und dem Irak kommen. Männer im arbeitsfähigen Alter, und Männer, die bereit sind, anzupacken.
Die Chance dazu gibt ihnen die Stadt Grieskirchen. Täglich arbeiten drei Flüchtlinge als Hilfskräfte im Bauhof mit, wo sie Tätigkeiten erledigen, für die sonst fast keine Zeit bleibt. „Flüchtlinge dürfen gesetzlich maximal 22 Stunden im Monat im Wirkungsbereich einer Gemeinde tätig sein,” erklärt Christian Hrubes, Flüchtlingshelfer des Roten Kreuzes. Damit jeder Asylsuchende zumindest einmal die Möglichkeit zur Arbeit erhält, werden sie abwechselnd eingeteilt.
„Jeden Tag kommen drei Flüchtlinge, die wir auf drei Arbeitstrupps aufteilen. Ihre Arbeitszeit ist von 7 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr,” sagt Grieskirchens Bauhofleiter Alois Rumpfhuber. Die Flüchtlinge helfen den zwölf Bauhofbediensteten beim Mistkübelentleeren und der Rasenpflege, sie haben aber auch schon eine Bühne mitaufgebaut, ein Transparent montiert und sie werden nächste Woche bei den großen Radveranstaltungen in Grieskirchen den Organisatoren unter die Arme greifen. Kommuniziert wird in Englisch.
„Das Echo aus der Bevölkerung ist großartig. Die Leute sind begeistert,” weiß Alois Rumpfhuber. Im Kampf gegen den Lagerkoller haben der SV Grieskirchen und die Faustballer die Asylwerber zu Heimspielen eingeladen. Bürgermeisterin Maria Pachner: „Auch wenn es manche Kritiker gibt, erleben wir eine Welle der Solidarität. Grieskirchen zeigt seine menschlichen Züge und ein humanitäres Rückgrat.”
Als Entlohnung gibt es für die Mitarbeit im Bauhof fünf Euro pro Stunde. Ansonsten erhält jeder Flüchtling vom Staat monatlich 40.- Taschengeld, und wenn er sich selbst versorgen muss 5,50.- Euro Essensgeld pro Tag. Quartiergeber erhalten pro Flüchtling und Tag 19.- für Vollpension oder 13,50.- für Unterkunft ohne Verköstigung.
