19. Februar 2015

AKTUELLES

Das Landl erweist sich als ein guter Boden für Langzeit-Ortschefs

Bürgermeister zeigen langen Atem

Franz Steinbock ist der absolute Rekordhalter. Der ÖVP-Politiker stand von 1955 bis 1997, also 42 Jahre lang, Haibach ob der Donau vor. Kein anderes Gemeindeoberhaupt in Oberösterreich brachte es in der Zweiten Republik auf so viele Dienstjahre. Steinbock starb 2005 mit 79 Jahren.

Dem absoluten Rekordhalter am nächsten kamen zwei weitere Landl-Bürgermeister: Rudolf Stumpfl (ÖVP) war in Bad Schallerbach 36 Jahre (1955 bis 1991) im Amt, und dann kommt schon der vor knapp zwei Wochen in den Ruhestand getretene Otto Weinberger (SPÖ), der es auf 35 Amtsjahre gebracht hat.

Auch unter den aktiven Bürgermeistern im Landl befinden sich schon wieder viele Polit-Urgesteine, wie ein Blick auf den Bezirk Grieskirchen zeigt. Hier beweist bisher Dr. Kurt Kaiserseder (ÖVP) in Neukirchen am Walde die größte Ausdauer. Er sitzt seit 5. April 1991 auf dem Bürgermeistersessel.

Ebenfalls vor 23 Jahren, allerdings jeweils einige Monate später, wurden die ÖVP-Politiker Karl Roiter in Heiligenberg, Gerhard Baumgartner in Bad Schallerbach (er folgte auf Rudolf Stumpfl) und Alois Zauner in Hofkirchen an der Trattnach zu Ortschefs gewählt. Das gilt auch für Hans Giglleitner in Pollham (früher ÖVP, jetzt Liste GIG). Zwischen 20 und 22 Jahren in Amt und Würden sind die ÖVP-Ortschefs Karl Furthmair (St. Georgen bei Grieskirchen), Gottfried Pauzenberger (Kallham) und Josef Seifried (Kematen am Innbach). Für die SPÖ hält Siegfried Straßl seit 17 Jahren in Gallspach die Bürgermeister-Stellung.

Das Landl stellt aber nicht nur viele Langzeit-Ortschefs, sondern immer wieder auch die jüngsten Bürgermeister. Das war 2002 bei seinem Amtsantritt in Michaelnbach mit 28 Jahren Martin Dammayr (ÖVP), und das ist aktuell der 27-jährige Hannes Humer (ÖVP), der kürzlich in Eschenau angelobt worden ist.