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Trotz der Wetterkapriolen winkt im Landl ein guter Ertrag
Marillen-Ernte: Jetzt geht’s los!
„Obwohl Marillen die Nässe eigentlich schlechter vertragen als Kirschen, wird die Marillen-Ernte heuer besser ausfallen als die Kirschen-Ernte,” freut sich Horst Hubmer aus Rexham in Scharten. Der 42-Jährige zählt zu den größten Marillen-Bauern im Landl. Auf seinem Firlingerhof gedeihen 8.000 Marillenbäume. Insgesamt hat Hubmer 22.000 Obstbäume. Zu den Marillen kommen 10.000 Kirsch- und 4.000 Zwetschkenbäume.
Die Freunde heimischen Obstes sehnen sich bereits nach Marillen aus dem Hausruckviertel. „Die Kundschaften in den Geschäften fragen bereits nach den heimischen Früchten, und auch mich rufen täglich 300 Leute an, die wissen wollen, wann es endlich soweit ist,” erzählt Obstbauer Hubmer. Ein weiterer Beweis für den zunehmenden Trend zu regionalen Produkten.
Die lange Kälteperiode und den vielen Regen haben die Marillen recht gut weggesteckt, doch im Juni gab es in Scharten Schäden durch Hagelschlag. Ein kleines Rätsel ist für Hubmer, „dass es eine wunderschöne Kirschenblüte gegeben hat, die Ernte aber dann nicht so gut ausgefallen ist. Bei den Marillen gab es nach einer schönen Blüte auch etwas weniger Früchte, doch das macht nichts, denn der optimale Behang ist alle zehn Zentimeter eine Marille. Und das hat gepasst.”
Insgesamt sei das Klima „bei uns für die Marillen sehr günstig. Die Hanglage bringt weniger Spätfrost. Die heißen Tage und kalten Nächte sorgen dafür, dass die Früchte genug Säure und Zucker bekommen,” erklärt Horst Hubmer, der 2002 seinen ersten Obstbaum gesetzt hat. Eine gute Entscheidung, „denn der Erfolg war sofort da,” freut sich der Landwirt, für den die Hofübernahme „ein Sprung ins kalte Wasser war.” Bevor man sich am Firlingerhof auf den Obstanbau konzentrierte, erzeugte man Most, Fruchtsäfte und Sekt. Das ist nun das zweite Betriebsstandbein.
Bei den Marillen kultiviert Hubmer mit seiner Lebensgefährtin Ilse zwölf Sorten. „So ist sichergestellt, dass wir etwa sieben Wochen lang kontinuierlich Früchte in sehr guter Qualität ernten und den Markt bedienen können.”
Beliefert werden Handelsketten und regionale Geschäfte sowie einige ausgewählte Straßenhändler. Ab Hof kostet bei Hubmer das Kilo Marillen 3,40.- Euro. „Die Kunden können den Einkauf mit einem Ausflug verbinden und auch gerne unsere Produktionsstätte besichtigen.” Und sich Tipps holen, welche Marillensorte beispielsweise besonders gut geeignet ist für Knödel oder Marmelade .


