16. September 2013

AKTUELLES

Landjugend erstellt OÖ-Karte mit den Regeln für’s Baumstehlen

Licht im Dschungel der Maibaum-Bräuche


Das Maibaumkraxeln ist vor allem bei der Jugend noch immer sehr beliebt.

Seit Jahresbeginn bittet Oberösterreichs Landjugend per Internet-Fragebogen alle Landsleute, denen Maibäume am Herzen liegen, die in ihrer Gegend geltenden Regeln fürs Maibaum-Stehlen zu melden. Wann darf der Baum gestohlen werden? Was darf wie gestohlen werden? Wer darf den Maibaum stehlen? Wie wird das Diebsgut ausgelöst? Wann muss es zurückgebracht werden?

Antworten auf all diese Fragen werden via DORIS, dem Digitalen Oberösterreichischen Raum-Informations-System, in einer Oberösterreich-Karte für Maibaum-Bräuche gebündelt, die ab sofort im Internet abrufbar ist. Bisher wurden Maibaum-Gepflogenheiten aus knapp 40 Gemeinden gesammelt.

Aus den Bezirken Grieskirchen, Eferding und Schärding liegen bereits die genauen Spielregeln von folgenden Gemeinden vor: Haag/H., Fraham, Andorf, Altschwendt, St. Ägidi, Esternberg, Münzkirchen. Unter www.ooelandjugend.at findet man Aufklärung darüber. Weitere Teilnahmen sind jederzeit unter der gleichen Adresse möglich. Die „Maibaum-Landkarte” findet man auch im Web über www.doris.at.

„Weil es keine einheitlichen Regeln für die Maibaum-Bräuche gibt und oft sogar in Nachbargemeinden unterschiedliche Auffassungen vorherrschen, kommt es jedes Jahr zu Problemen,” weiß Stefan Lorenz aus Munderfing, Landesgeschäftsführer der OÖ-Landjugend.

In hartnäckigen Fällen seien wochenlang Telefonate nötig, um die Wogen zu glätten. In einzelnen Streitfällen käme es sogar zu Diebstahlsanzeigen.