AKTUELLES
Schon über 70 gefiederte Arten nachgewiesen
Vögel fliegen auf Obst-Hügel-Land
Die bunte Landschaft des Naturparks Obst-Hügel-Land im Herzen des Landls ist die Heimat einer bunten Vogelwelt. Auch viele Sorgenkinder des Vogelschutzes fühlen sich hier wohl. Die Bestandsaufnahme läuft bis Herbst.

Die Kornweihe – ein Greifvogel – brütete im 19. Jahrhundert in Österreich, doch die letzte Beobachtung eines Brutpaares stammt aus dem Jahr 1927 in Weißkirchen an der Traun. Experte Hans Uhl: „Sollte die Kornweihe auch im Naturpark brüten, wäre das sensationell.” Hobby-Vogelkundler, die bemerkenswerte Wahrnehmungen machen, sollten diese an Uhl weiterleiten: 0699/10783385 oder [email protected]. Am 5. Juni (18 Uhr) findet in Scharten eine Vogelexkursion statt. Anmeldungen: 07249/47112-25, Kosten: Erwachsene 7.-, Kinder 3.-
Die Vogelerhebung läuft seit dem Vorjahr. Der Ornithologe Hans Uhl und seine fachkundigen Helfer Josef Limberger und Julia Kropfberger haben den Naturpark in 18, jeweils einen km2 große Beobachtungsflächen eingeteilt. Im Vorjahr nahm man die Gegend um St. Marienkirchen/ Polsenz unter die Lupe, heuer ist Scharten an der Reihe.
Die bisherigen Ergebnisse sind überaus erfreulich.„Star” des Naturparks ist, so Hans Uhl, der Gartenrotschwanz. Dieser kleine Singvogel ist in vielen Gegenden Mitteleuropas vom Aussterben bedroht. Im Naturpark leben fünf bis zehn Paare pro km2. Uhl: „Vermutlich das bedeutendste Brutvorkommen in ganz Oberösterreich.”
Die Vogelkundler stießen auch auf Sorgenkinder wie Rebhuhn, Feldlerche, Pirol, Kleinspecht und Gelbspötter. Im Samareiner Ortsteil Eben leben etwa 13 Kiebitz-Paare. „Das ist mehr als der ganze Brutbestand in Kärnten,” so Uhl. An Polsenz und Innbach wurden Eisvogel, Teichhuhn und Wasseramsel nachgewiesen.
Auffällig rar sind in Samarein manche Greifvogelarten wie Sperber, Habicht oder Wespenbussard, „doch in Scharten schaut es damit besser aus.”

