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Dorf/Pr.: Gemeinderäte sponsern Gemeinde
Politiker zücken private Geldbörse
Es klingt unglaublich, aber es stimmt: Weil Dorf an der Pram eine Abgangsgemeinde ist, haben die Gemeinderatsmitglieder beschlossen, zwei Photovoltaikanlagen für die Gemeinde aus ihrer Privattasche zu finanzieren.
Das gab es in Österreich wahrscheinlich noch nie: Weil Dorf/Pram mit 1.883.- Euro pro Kopf verschuldet ist und auch 2010 ein Budget-Minus von 213.865.- Euro schrieb, greifen die Gemeinderäte privat in die Tasche, um der Kommune finanziell aus der Patsche zu helfen.
Dorf hat sich vor fünf Jahren als Energiespar- und Klimabündnisgemeinde das Ziel gesetzt, spätestens in 30 Jahren seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbarer Energie zu gewinnen. Elf Photovoltaikanlagen wurden schon errichtet. Jetzt sollen auf der Volksschule ( 3 kW) und am Amtsgebäude (5 kW) zwei weitere dazukommen. Gesamtkosten: 25.000 Euro. Abzüglich der Landesförderungen bleiben für die Gemeinde 10.000.- Euro übrig. Die hat sie aber nicht.
„Also habe ich vorgeschlagen, dass der Gemeinderat das fehlende Geld aufbringt,” so Bürgermeister Karl Einböck. Und die Sensation wurde perfekt: Dem Vorschlag stimmten alle Fraktionen zu. Jeder Gemeinderat (10 VP, 2 SP, 1 FP) sowie drei Ersatzgemeinderäte berappen jeweils 600.- Euro.
