13. August 2020

GESUNDHEIT

Muskelkrämpfe


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Sie sind - obwohl meist harmlos - extrem unangenehm, schmerzhaft und rauben manchmal sogar den Schlaf: Muskelkrämpfe. Grund genug, sich einmal genauer mit den Ursachen und den Möglichkeiten zu beschäftigen, um diese zu verhindern.
Ursachen
Für die Entstehung gibt es unterschiedliche Ursachen. Primär treten sie auf, wenn im Muskel plötzlich unkontrollierte Impulse entstehen und er verkrampft. Einer der häufigsten Gründe ist die Überanstrengung von untrainierten Muskeln, verbunden mit einem gestörten Flüssigkeits- und Mineralstoffhaushalt. Schwitzt man beim Sport, verliert man neben Flüssigkeit wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium oder Natrium. Substanzen, die in der Übertragung von Nervenimpulsen wichtige chemische Funktionen einnehmen, zum Beispiel beim Zusammenziehen und Entspannen der Muskelfasern. Fehlen sie, kommt es unweigerlich zu Krämpfen.
Weitere Gründe
Nicht nur Sportler laufen Gefahr, Krämpfe zu bekommen. Bei älteren Menschen verkürzen sich die Muskeln mit der Zeit und werden langsam abgebaut, was ebenfalls die Entstehung begünstigen kann. Eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme, einseitige Ernährung und Medikamente, wie zur Entwässerung oder Abführmittel, tragen dazu bei, den so wichtigen Elektrolythaushalt des Körpers durcheinanderzubringen. Dieselbe Problematik bringen Erkrankungen (Durchfall, Erbrechen, Diabetes, Nierenschwäche) und schwere Muskel- und Nervenleiden (Polyneuropathien) mit sich. Des Weiteren können langes, angespanntes Sitzen in einer Position, schlechte Haltung oder nicht passende Schuhe Krämpfe verursachen.
Erste Hilfe
Tritt ein Krampf auf, verhalten sich die meisten Menschen instinktiv richtig und dehnen die betroffene Muskulatur. Bei einem Wadenkrampf einfach die Fußspitze Richtung Oberkörper ziehen oder das Bein im Stehen durchstrecken, die Ferse fest auf den Boden drücken und die Hüfte nach vorne schieben. Ist der Krampf gelöst, die betroffenen und verhärteten Muskeln wärmen oder kühlen und am besten mit einer geeigneten Salbe massieren.
Vorbeugung
Ideal zur Vorbeugung geeignet sind Magnesium-Präparate. Auch Schüßlersalze (Nr. 2 Calcium phosphoricum und Nr. 7 Magnesium phosphoricum) helfen dabei, muskuläre Krampfanfälle zu verhindern. Achten Sie neben einer ausreichend hohen Flüssigkeitszufuhr auf eine ausgewogene sowie magnesium- und kaliumreiche Ernährung (Bananen, Vollkornprodukte, Sesam). Betreiben Sie dazu jeden Tag Sport, machen Sie regelmäßig Dehnungsübungen und ein Ihrem Alter entsprechendes Krafttraining.

Autor: Kolumne von Mag. Wolfgang Rizy