05. Juli 2020

AKTUELLES

Maturant aus Tollet wollte nach Äthiopien

Hilfseinsatz fiel ins Wasser

In der Vorwoche hat er maturiert, im Sommer wäre er zur Betreuung von Straßenkindern nach Äthiopien geflogen. Doch daraus wird coronabedingt - vorerst - nichts, stattdessen leistet Jonas Hangweirer (18) aus Tollet nun seinen Zivildienst in St. Pius in Peuerbach.


Jonas Hangweirer (18) aus Tollet wollte im Rahmen der Initiative „Volontariat bewegt“ in Äthiopien Straßenkinder betreuen. Der Hilfseinsatz ist vorerst nicht möglich.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Seinen freiwilligen Auslandseinsatz für „Jugend Eine Welt“ der Salesianer Don Boscos kann Jonas Hangweirer voraussichtlich erst in einem Jahr antreten. „Wenn es die Umstände rund um Corona wieder zulassen, möchte ich fahren,“ sagt der 18-Jährige, der vorigen Donnerstag in der HTL Andorf im Bereich Kunststoff- und Umwelttechnik die Reifeprüfung ablegte.
Den sozialen Auslandseinsatz hat der 18-Jährige „schon länger im Kopf gehabt“. Seit Herbst hat er sich in vier mehrtägigen Kursen auf das Volontariat vorbereitet. Sein Einsatzort wäre ab August ein Don Bosco-Projekt für 100 Straßenkinder in Äthiopien gewesen. „Wir sollten im Unterricht, bei der Freizeitgestaltung und der Vorbereitung der Jugendlichen auf eine Lehrausbildung mithelfen,“ erzählt Hangweirer, der mit demVolontariatskollegen Severin Böhm (19) aus Gallneukirchen nach Äthiopien geflogen wäre.
Die Arbeit mit Jugendlichen ist für den Sohn eines Landwirts und einer Floristin kein Neuland. Jonas hat schon bei der Jungschar als Betreuer gearbeitet, war mit den Sternsingern unterwegs und betreute früher für den  Radclub Grieskirchen, für den er selbst Rennen bestritten hat, junge Radsportler.
Statt Äthiopien wird ab Juli wahrscheinlich das Piusheim in Peuerbach für neun Monate zum Zivildienst-Einsatzgebiet von Hangweirer, der noch keine genauen Berufspläne hat. Fix ist nur: „2021 möchte ich in Afrika ein Jahr lang die Kultur und Menschen kennenlernen und Hilfe beisteuern,“ so Jonas.