05. Juli 2020

AKTUELLES

Auf 120 Höfen wächst Raps für die Hausrucköl-Mühle in Aistersheim

704 Hektar „Gelbes Meer“


Margit und Herbert Mittermayr bewirtschaften in Gaspoltshofen den „Rebhan in Aferhagen“ und beliefern die Aistersheimer Mühle mit Raps. Im Bild begutachtet Sohn Hannes den guten Bestand und freut sich auf eine reiche Ernte.

Der ersehnte Regen kam gerade noch rechtzeitig inmitten der Hochblüte. Das war wichtig für die Ausbildung der Schotten und damit für eine gute Rapsernte. Darauf haben die 2006 eröffnete Rapsmühle Aistersheim und ihre im Umkreis von 25 km befindlichen 120 Lieferanten gehofft. Wenn kein Hagel dazwischenfunkt, beschert das „Gelbe Meer“ ab etwa 10. Juli reichlich Nachschub für gentechnikfreies Rapsöl und Rapskuchen.
„Der Ertrag pro Hektar liegt bei etwa 3,5 Tonnen,“ rechnet Josef Voraberger als Geschäftsführer der Aistersheimer Ölmühle vor. Das ergibt bei 704 ha regionaler Anbaufläche etwa 2.500 Tonnen Raps. Die jährliche Verarbeitung in Aistersheim liegt bei 3.000 Tonnen, also müssen 500 Tonnen in Niederösterreich zugekauft werden.
Aus der angelieferten Menge werden 1/3 Rapsöl und 2/3 Rapskuchen produziert. Hauptabnehmer sind die heimischen Landwirte, die den Raps als hochwertiges Eiweiß- und Energiefuttermittel schätzen, und die Vereinigte Fettwarenindustrie Wels (VFI). Ihr „Kronen-Öl“ enthält den Raps aus Aistersheim.
In der Ölmühle sind auch Privatkunden gern gesehene Gäste, für die es zwei hochwertige kaltgepresste Speiseöl-Sorten gibt. Beim Öl-Kaiser-Wettbewerb auf der Messe Wieselburg wurde das Hausruck-Speiseöl heuer wieder mit Gold ausgezeichnet.