23. März 2019

LANDLER/IN DES MONATS

Nico Gruber


Wenn ein 17-Jähriger in seine elfte Rennfahrersaison geht, darf man das Sprichwort von „Motorsport im Blut“ strapazieren. Nico Gruber hat das Gasgeben von seinem Vater geerbt.
Sascha Martinz-Plöderl war von 1997 bis 2008 als Tourenwagenpilot unterwegs und fuhr auch erfolgreich Rallyes. Seinen Sprößling nahm er als Dreijährigen erstmals zu Rennen mit, mit vier Jahren setzte er ihn zum ersten Mal in ein Kart, mit dem er im elterlichen Hof herumkurvte. Kurz darauf begann Nico rennmäßig mit dem Kartsport und feierte im Lauf der Jahre unzählige Siege im In- und Ausland und zahlreiche Meistertitel. Im Vorjahr wurde der junge Schlüßlberger in der Britischen Formel Ford 1600-Meisterschaft „Rookie Meister“, er war also der schnellste Neueinsteiger in dieser Klasse.
Nicos Talent und seine Erfolge blieben den Fachleuten nicht verborgen. Nun gelang ihm ein wichtiger Karriereschritt: Der Teenager ergatterte einen der begehrten Plätze im renommierten deutschen Mücke Motorsport-Team, für das er heuer die ADAC Formel 4-Saison bestreitet.
Dieses Team hat auch schon die späteren Formel 1-Piloten Sebastian Vettel, Robert Kubica, Sebastian Buemi, Markus Winkelhock und Christian Klien ausgebildet. Nico Gruber, der Ayrton Senna und Sebastian Vettel als seine Vorbilder nennt, träumt nicht nur von der Formel 1, sondern legt auch Wert auf eine profunde Ausbildung. Er musste zwar die Lehre zum Spengler und Lackierer abbrechen, weil er auf Lösungsmittel allergisch reagierte, arbeitete dann neun Monate in der Brillenfirma seines Vaters in Peuerbach und besucht nun die 3. Klasse der Handelsakademie in Wels. Dort will er in zwei Jahren maturieren. Vielleicht rückt er dann auch schon seinem großen Ziel näher: der Reifeprüfung für die Formel 1.  Zu wünschen ist es ihm.