16. Dezember 2018

AKTUELLES

Gabriel Müller aus Weibern arbeitet seit 18 Jahren für Hilfsaktion „Licht für die Welt“

800.000 Mal das Augenlicht gerettet


Ines Joao und ihre Tochter Luisa nach Entfernung der Augenbinde: Tränen des Glücks! Müller wohnt jetzt in Neumarkt am Wallersee, besucht aber regelmäßig Eltern und Geschwister in Weibern. Das Spendenkonto für „Licht für die Welt“: IBAN: AT92 2011 1000 0256 6001, BIC: GIBAATWWXXX

Nach zweieinhalb Jahren Arbeit für die Menschenrechtsorganisation „Christliche Solidarität International“ wechselte Gabriel Müller im Jahr 2000 zu „Licht für die Welt“ (LFW), „weil man da sofort sieht, was die Hilfe bewirkt.“
Für nur 30 Euro kann ein Mensch vor dem Erblinden bewahrt oder ihm das Augenlicht zurückgegeben werden. Die dafür notwendige Operation am Grauen Star dauert 15 Minuten.
LFW ist derzeit weltweit in 15 Ländern aktiv, um dort Strukturen zur Selbsthilfe zu schaffen. So hat unter anderem Gabriel Müller zwei Augenkliniken in Äthiopien mit aufgebaut.
Seit 17 Jahren hat der vierfache Vater aus Weibern in Ex-ORF-Star und Bestsellerautorin Chris Lohner eine ehrenamtliche Mitstreiterin. „Ich bin mit ihr sehr gut befreundet, und sie ist eine großartige Botschafterin für unsere Organisation, wobei sie sich alle Aufwendungen selbst bezahlt,“ erzählt Müller. Und Lohner ergänzt: „Ich bin selber an beiden Augen am Grauen Star operiert. Wäre ich in Afrika geboren, ich wäre bereits seit Jahrzehnten blind oder würde nicht mehr leben.“
Bei ihrem jüngsten Aufenthalt in Mosambik, wo es 25 Augenärzte für 27 Millionen Menschen gibt, trafen Müller und Lohner die 72-jährige Ines Joao, die blind vor ihrer Lehmhütte saß. Daneben ihre Tochter Luisa (48). Ein ungläubiger Blick mit freundlichem Lächeln huscht über das Gesicht von Luisa, als Chris Lohner erklärt, sie würden nun gemeinsam in die Augenklinik fahren, um noch heute Ines´ Augen zu heilen. Wenig später sitzt die Gruppe im LFW-Geländewagen am Weg zum Augenzentrum in der Provinzhauptstadt. Der einheimische Augenarzt Dr. Abel Polaze operiert bereits seit den frühen Morgenstunden, bittet Ines jedoch kurz nach Sonnenuntergang noch in den Operationssaal.
Am frühen Morgen des nächsten Tages sind Lohner und Müller wieder bei Ines und Luisa am Krankenbett. Dr. Abel nimmt die Augenbinden ab. Ines blinzelt benommen in die ihr fremd gewordene Welt. Innerhalb von Sekunden bricht sie in Tränen aus, lachend, die Menschen um sich betastend, Dr. Abel die Hände schüttelnd, Chris Lohner umarmend ­– die eng umschlungen mit Ines auch ihre Tränen nicht mehr halten kann.
Fälle wie diese gehen ans Herz. Ein großes Herz bewiesen auch jene 88.000 Oberösterreicher, die in den letzten 30 Jahren insgesamt fast 25 Millionen Euro für LFW gespendet haben.
„Auch in Weibern kommen immer wieder Menschen zu meinen Eltern und drücken ihnen Geld für unsere Organisation in die Hand,“ ist Gabriel Müller dankbar. Anfang Dezember sammelte die Ortsgruppe der Grünen bei einem Punschstand 600 Euro für LFW. Dieser Betrag rettet 20 Menschen das Augenlicht. Am 5. Jänner gibt es in Weibern ab 18 Uhr eine Nachtwanderung zum KIM-Zentrum, wo Gabriel Müller um etwa 20.30 Uhr einen Vortrag über die Arbeit von „Licht für die Welt“ halten wird.