16. Dezember 2018

GESUNDHEIT

KOLUMNE von Mag. Wolfgang Rizy

Natürlicher Durststiller


Kontakt: 07248/62661, office@rizy.at

Wenn man bedenkt, dass 50 - 75 % unseres Körpergewichts aus Wasser bestehen (bei Gehirn sowie Nervenzellen ganze 90 %), wird klar, wie notwendig eine optimale, tägliche Flüssigkeitsversorgung ist. Rund 1,5 Liter sollten wir jeden Tag trinken – und dabei ist nur Wasser gemeint! Kaffee, Tee, Kakao oder alkoholische Getränke entwässern den Körper nämlich sogar. Dementsprechend wichtig ist es, ab und an wieder auf den natürlichsten Durststiller der Welt zurückzugreifen – und den kann man bei uns zum Glück ja unbedenklich sowie herrlich frisch direkt aus der Leitung genießen.
Achtung: Mehrbedarf!
Unser Organismus verbraucht nicht immer gleich viel Flüssigkeit. In Zeiten von erhöhten Anforderungen sollte die getrunkene Menge zumindest verdoppelt werden. Beim Sport selbstverständlich, doch auch bei geistigen Belastungen oder Stress hat der Körper einen deutlichen Mehrbedarf. Werden Aktivitäten durchgeführt, die mit großem Schwitzen verbunden sind, ist reines Wasser übrigens nicht empfehlenswert. Mit dem Schweiß verlieren wir nämlich wichtige Mineralstoffe und Salze, die dann extra wieder zugeführt werden sollten. Normales Wasser enthält viel zu wenig davon, besser sind hier so genannte Elektrolyt-Getränke, um die Depots wieder aufzufüllen.
Zu viel des Guten
Würden wir 16 Stück Würfelzucker auf einmal essen? Sicherlich nicht! Aber eine große Limo bestellen wir uns, ohne mit der Wimper zu zucken. Gerade bei vielen Kindern und Jugendlichen gehören die süßen Versuchungen einfach mit dazu. Ein Umstand, der für einige bereits in frühen Jahren zu Übergewicht, Herzerkrankungen, Diabetes, Verhaltensauffälligkeiten etc. führen kann. Speziell deshalb, weil unser Körper flüssige Nahrungsmittel besonders schnell aufnimmt und Warnsignale wie Sättigung oder Übelkeit erst sehr spät einsetzen. Doch nicht nur Zucker ist auf Dauer mit Vorsicht zu genießen, so haben beispielsweise Bier und Cola in etwa die gleichen Kalorien.
Was ist drin?
Fruchtsaft oder Fruchtnektar - klingt doch gleich gesund, oder? Der Inhalt kann dabei jedoch gewaltig variieren. So muss ein Fruchtsaft zu 100 % aus Früchten gewonnen werden, während ein Fruchtnektar nur 25 % Frucht enthalten muss. Der Rest besteht zumeist aus Wasser, Zucker und Aromastoffen, um den Geschmacksvorstellungen der Konsumenten zu genügen. Von den Kalorien her gesehen, ist reiner Fruchtsaft allerdings kein „Light”-Produkt. Die fruchtigen Spitzenreiter sind dabei Johannisbeer- und Traubensaft mit bis zu 400 Kalorien. Und was die Wenigsten wissen: Um einen halben Liter Apfelsaft mit seinen 300 Kalorien abzuarbeiten, sollte man etwa eine Stunde Rad fahren! Beim Kaffee gibt es die größten Unterschiede. Während ein Espresso nur 6 Kalorien auf die „Waage” bringt, schlägt ein Cappuccino bereits mit dem 25-Fachen(!) zu Buche. Und durch den beliebten Karamell- und Sirup-Zusatz wird ein Glas schnell zur 500 Kalorien-Bombe.