20. November 2018

GESUNDHEIT

KOLUMNE von Mag. Wolfgang Rizy

Uiih - ist das ekelig!


Kontakt: 07248/62661, office@rizy.at

Wer kennt das nicht – die Zeitungsseiten lassen sich nicht umblättern, der Notizzettel klappt nicht auseinander, die Geldscheine kleben zusammen oder in der Apotheke faltet sich das Rezept nicht auf. Wie schafft man Abhilfe  - kurz den Finger mit der Zunge befeuchten und schon funktioniert es.
Abgesehen davon, dass unzählige Viren und Bakterien auch in der Luft herumschwirren, haften diese auch tagelang an Zeitungen, Geldscheinen und vielem mehr. Und wer hat diese Dinge nicht schon vor uns in der Hand gehabt oder mit Speichel angefeuchteten Fingern berührt?
Da ist es nicht verwunderlich, dass gerade in Zeiten wie Grippesaison oder grassierender „Bauchgrippe“ die Ansteckungsgefahr sehr hoch ist und viele Menschen krank werden.
Schule, Büro, Supermärkte, öffentliche Verkehrmittel sind die besten Umschlagplätze für Krankheitserreger. Studien haben gezeigt, dass beispielsweise beim Niesen eines Influenza-Infizierten mehr als 100 verschiedene Viruspartikeln in die Umluft abgegeben werden. Das führt in Summe zu circa 20.000 Erregern in einem Kubikmeter  Luft.
Aber nicht nur durch die Luft und das Einatmen werden Krankheitserreger übertragen. Türschnallen, Handläufe, Bankomat-Tastaturen sind überhäuft von Viren und Bakterien, von denen manche bis zu zwei Tage darauf überleben.
Ein sehr weit verbreiteter Übertragungsweg, den die wenigsten beachten, sind Geldscheine. Wissenschaftler der University of New York konnten in einem Projekt nachweisen, dass bis zu 3.000 Keime auf nur einem Geldschein kleben und damit auch verbreitet werden. Wenn man dazu noch bedenkt, dass sich ein Mensch bis zu 800-mal pro Tag im eigenen Gesicht berührt, kann man erahnen wie hoch die Infektionsgefahr ist.

Wie kann ich mich schützen:
Abgesehen von Impfungen gegen bestimmte Erreger, wie die Influenza („echte Grippe“), bleibt regelmäßiges Händewaschen ein probates Mittel zur Vorbeugung. Die Regel lautet: mindestens 30 Sekunden einseifen und unter laufendem Wasser abspülen. In Zeiten erhöhter Infektionsgefahr sollte jeder ein eigenes Handtuch oder am besten Einweghandtücher und abschließend ein Händedesinfektionsmittel verwenden.