20. November 2018

AKTUELLES

83 Sommertage

Die milden November-Temperaturen passen zum heurigen Jahr mit Hitze und Dürre. 2018 wird wahrscheinlich das wärmste Jahr in der 252-jährigen Messgeschichte. Die Wetterstation Gallspach verzeichnet mit 83 Sommertagen auch einen Rekord.

Eine erste Jahresbilanz der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) zeigt: Wenn November und Dezember ähnlich mild wie in den letzten zehn Jahren verlaufen, und das schaut derzeit so aus, dann könnte 2018 das wärmste Jahr seit 1766, als man mit den kontinuierlichen Aufzeichnungen begann, werden. Diesen Rekord hält derzeit das Jahr 2014 mit 1,7  Grad Celsius über dem langjährigen Mittelwert. Unter den 20 wärmsten Jahren der 252-jährigen Messgeschichte liegen 14 in den 2000-er-Jahren.
Schon jetzt ist klar: Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es in Oberösterreich noch nie so viele Sommertage (mindestens 25 °C) gegeben. In fast allen Regionen wurden neue Rekorde erreicht.  So hat die Wetterstation Gallspach 83 Sommertage verzeichnet. Das sind um 19 mehr als der bisherige Höchstwert mit 64 Sommertagen im Jahr 2015. In Schärding hat man gar 107 Sommertage (bisheriger Rekord 2003 mit 95 Sommertagen) gemessen, was landesweiten Rekord bedeutet vor Linz mit 102 Sommertagen.
Seit Jahresbeginn kommt man in Linz auf einen Temperatur-Mittelwert von 14,3  °C (+2,4  °C über dem langjährigen Schnitt), in Ried/I. auf 12,9  °C (+2,2  °C).
Bei den Niederschlägen bewegen wir uns bei den ZAMG-Messstellen knapp bei den bisherigen Minimalsummen bzw. sogar mit neuem Rekordminimum in Linz. Die Niederschlagsmenge in Oberösterreich war heuer von April bis Oktober rund 31 Prozent unter dem langjährigen Mittel. Trockener war nur die Vergleichsperiode im Jahr 1947 mit - 42 Prozent.