20. November 2018

AKTUELLES

Freude bei Familie in Gaspoltshofen:

Tolle Erfolge für Vater und Tochter

Meisterin der Unterwasser-Fotografie


Es gibt hervorragende Taucher, und es gibt hervorragende Fotografen ­– beides verkörpert Angelika Neuhofer aus Gaspoltshofen. Die 34-Jährige ist eine Meisterin der Unterwasser-Fotografie, die kürzlich zwei internationale Preise „haushoch“ gewonnen hat, wie die Experten-Jury urteilte.


Im Linzer Pichlingersee fotografierte Angelika Neuhofer diesen fast zwei Meter langen Waller. Mehr Fotos: www.facebook.com/aneuhofer

„Weil mir fad war,“ nahm Angelika Neuhofer vor elf Jahren bei einem Urlaub in Ägypten an einem Schnuppertauchkurs im Hotel-Pool teil. Das war genau das Richtige für die junge Gaspolts­hofenerin, die schon immer eine „Wasserratte“ war.
Mittlerweile hat Neuhofer weit mehr als 1.000 Tauchgänge hinter sich. Sie war zwei Jahre lang Tauchlehrerin in Ägypten, sie tauchte in einem versunkenen Gefängnis in Estland, in einer Kalkmine bei Budapest, in Höhlen in Mexiko und mit bis zu zwei Meter langen Blauhaien vor den Azoren.
Ist das nicht gefährlich? „Nein, aber man muss natürlich immer aufpassen und sich vorher genau informieren,“ erzählt die 34-Jährige. Das gilt auch für den Umgang mit Haien. „Manche Arten, wie die Blauhaie, sind sehr neugierig und können einen auch anstupsen, andere, wie die Hammerhaie, sind sehr scheu und hauen gleich ab.“
Seit 2013 hält Neuhofer die faszinierende Unterwasserwelt via Fotoapparat auch für Nicht-Taucher fest: „Ich habe vorher nie fotografiert, war aber sofort begeistert.“ Rasch steigt Angelika von einer Kompakt- auf eine Spiegelreflexkamera um, arbeitet mit externem Blitz und nimmt alle Einstellungen manuell vor. Schon nach einem Jahr bewies die hervorragende Taucherin ihr Talent im Umgang mit der Kamera und ihr Auge für den richtigen Moment. Sie gewann den 1. Preis bei der Salzkammergut-Fototrophy im Wolfgangsee mit der Aufnahme einer Taucherin, die gerade einen Barsch anleuchtet.
Nun holte Neuhofer bei den „Internationalen offenen deutschen Meisterschaften in der Unterwasserfotografie“, die beim Traunfall in Roitham ausgetragen wurden, zwei Siege. Die hauptberufliche IT-Expertin bei der Lenzing AG gewann die Kategorie „Lebewesen im natürlichen Lebensraum“ mit einem Spiegelreflexkamera-Foto von einem Krebs und das „Race Match“. Bei diesem Bewerb erhielt jeder Taucher eine Kompaktkamera in die Hand gedrückt, mit der er 90 Minuten auf Motivjagd gehen konnte. Angelika Neuhofer „erlegte“ wieder einen Krebs und gewann „haushoch“, so die Jury.

Vorjahressieg wiederholt

Aus dem Sport weiß man, dass eine Titelverteidigung oft schwieriger ist als der Premierensieg. Auch bei den Hobbybrauern ist die Konkurrenz stark. 343 Biere haben sie heuer bei der Staatsmeisterschaft eingereicht, trotzdem konnte Hubert Neuhofer aus Gaspoltshofen seinen Vorjahressieg wiederholen. Gratulation dem 63-jährigen Doppelstaatsmeister!


Pensionist Hubert Neuhofer bei der Siegerehrung im Casino Baden. Der Hobbybrauer hat auf seinem Computer aktuell 39 von ihm erstellte Bierrezepte gespeichert, die er in seiner selbst gebauten Brauanlage auch schon realisiert hat.

„Nette Balance zwischen Phenolen, Fruchtigkeit und Estern. Der mittelleichte Körper macht das Bier leicht und erfrischend und einfach zu trinken. Die Karbonisierung ist genau richtig und unterstützt Geschmack und Geruch. Ein sauberes Weißbier, authentisch im Stil.“ So beurteilte die internationale Jury das Holzhüttenbräu-Sommerweizen aus der Hausbrauerei von Hubert Neuhofer und machte ihn zum Sieger in der Kategorie „Weizen- und Roggenbiere, Weizenböcke“.
„Es war erst das zweite Weizenbier, das ich gebraut habe,“ kam der zweite Staatsmeistertitel für den 63-jährigen „Bierprofessor“ aus Gaspoltshofen, der im Vorjahr in der Kategorie „Untergärige Bockbiere“ gewonnen hatte, ein wenig überraschend. Neuhofer hatte eher mit einem Sieg bei den Pils-Bieren gerechnet, wo er einen Gerstensaft an den Start geschickt hatte, der im Vorfeld von Experten in höchsten Tönen gelobt worden war.
Mit diesem Gerstensaft schaffte es Hubert Neuhofer bei den Staatsmeisterschaften, bei denen auch 280 Brauereibiere bewertet wurden, jedoch nicht auf das Siegerstockerl. Das verdirbt „Hupo“ aber nicht den Spaß am Brauen. Er will es nächstes Jahr wieder wissen. „Da starte ich noch einmal mit einem Pils an, auch wenn ich nicht weiß, was ich besser machen könnte,“ schmunzelt der Doppelstaatsmeister.