21. Oktober 2018

LANDLER/IN DES MONATS

Univ. Doz. Dr. Günther Hendorfer


Seit Montag dieser Woche läuft in der FH-Oberösterreich mit ihren vier Standorten in Wels, Linz, Steyr und Hagenberg wieder der Studienbetrieb. Knapp 6.000 Studierende haben 68 Bachelor-- und Masterstudiengänge zur Auswahl. Elf englischsprachige Lehrgänge und Kooperationen mit 260 Partnerhochschulen in 60 Ländern zeugen von der internationalen Ausrichtung. Mit ihren sechs Centers of Excellenz ist die FH-OÖ die forschungsstärkste Fachhochschule in Österreich. „Diese Spitzenposition wollen wir nicht nur halten, sondern weiter ausbauen,“ sagt Dr. Günther Hendorfer als ihr neuer akademischer Leiter. Bei ihm laufen seit 1. September alle Programmfäden für Lehre und Forschung zusammen. Mit dem emeritierten Linzer Univ.-Prof. DI Dr. Gustav Pomberger (69) als neuen Leiter des FH-Kollegiums bildet Hendofer die neue Führungsspitze.
Leicht ist diese Aufgabe nicht, bringen doch die rasantenVeränderungen in der Arbeits- und Bildungswelt auch die Hochschulen gehörig unter Zugzwang. „Alles fließt!“, hätten die alten Griechen gesagt. Und zwar schneller als je zuvor. „Neue Studiengänge zu installieren und hier die Forschung hochzuziehen ist die Herausforderung der Zukunft,“ weiß Hendorfer und nennt als Beispiele den Leichtbau und das Bauingenieurwesen. Dabei arbeitet man eng mit der Firmenwelt zusammen. Hendorfer: „Wir haben in der Forschung und Entwicklung zuletzt einen Rekord bei den Industriekooperationen mit 5,7 Millionen Euro Einnahmen verzeichnet, in Summe konnte die FH-OÖ im letzten Jahr fast 20 Millionen Euro Drittmittelumsatz erzielen, das sind etwa 150.000 Euro pro Professor.“
Günther Hendorfer hat in Innsbruck Physik studiert, an der Uni Linz promoviert und habilitiert. Seit 1995 lehrt und forscht er in Wels als FH-Professor für Elektrotechnik, Sensorik und Mess- und Prüftechnik. Seit 2012 war er Dekan der Fakultät für Technik und Angewandte Naturwissenschaften. In seiner Freizeit zieht sich der 62-Jährige, der mit Ehefrau und Sohn seit 1993 in Hartkirchen lebt, gerne zum Lesen zurück oder steigt zu einer gemütlichen Tour auf’s Fahrrad. Der Sohn wandelt auf Papas technischen Spuren. Er studiert seit drei Jahren in Linz Mechatronik.