21. Oktober 2018

AKTUELLES

Problemkinder

Zuwanderung spielt auch im Ökosystem eine wichtige Rolle. Die auf unterschiedliche Weise eingeschleusten Pflanzen machen nämlich der heimischen Flora zunehmend das Leben schwer.


Der heiße Sommer hat es verdeutlicht: Nur robuste Wildpflanzen können sich gegen zugewanderte Arten, wie den aus dem Kaukasus stammenden Riesenbärenklau (links), das Indische Springkraut oder den Japanischen Staudenknöterich behaupten. Der Naturschutzbund warnt: „Werden die heimischen Gewächse durch Hitze oder auch gestörte Lebensräume geschwächt, haben invasive Neophyten, die es vielerorts fast in Reinbeständen gibt, leichtes Spiel.“ Um die Bevölkerung auf das Thema aufmerksam zu machen, wurde das Indische Springkraut zum Neophyt 2018 erklärt. Diese Pflanze wächst in kurzer Zeit über zwei Meter hoch und kann so andere Pflanzen schnell überdecken und verdrängen.
Der Staudenknöterich wird bis zu über drei Meter hoch, seine Wurzeln reichen bis zu zwei Meter  tief. In dichten Beständen lässt der Knöterich anderen Pflanzen kaum Lebensraum. Er dringt in kleinste Ritzen von Mauern und Asphalt ein und verursacht an Straßen und Bahndämmen erhebliche Schäden.“
Eine unterschätzte Gefahr für Hunde und Katzen ist der bis zu drei Meter hohe Riesenbärenklau. Alle Pflanzenteile enthalten Giftstoffe, die in Verbindung mit UV-Licht zu Hautverbrennungen und Blasen führen.