23. Juli 2018

GESUNDHEIT

12.000 Menschen sollen gleichzeitig das Wiederbeleben üben

Wels plant Reanimations-Weltrekord


Reanimationstraining anhand von Puppen. Jeder Mensch kommt im Durchschnitt 1,5 Mal in seinem Leben zu einem Notfall. Da ist richtiges Handeln lebensrettend.

Unser Herz schlägt täglich circa 100.000 Mal, über drei Milliarden Mal im Laufe eines Lebens. Es pumpt das Blut mit Sauerstoff und allen lebensnotwendigen Nährstoffen durch den Körper. Ein Herzstillstand kann plötzlich und unerwartet auftreten. „Nur etwa zehn Prozent der Betroffenen überleben einen plötzlichen Kreislaufstillstand“, sagt Dr. Markus Simmer, Anästhesist und Intensivmediziner am Klinikum Wels‐Grieskirchen. „Der plötzliche Kreislaufstillstand ist eine der Haupttodesursachen in Europa. Nur sofort einsetzende Wiederbelebungsmaßnahmen können helfen.“
Diese sind einfach zu erlernen – jeder kann sie durchführen. Aber: Nur jeder siebte Österreicher startet im Notfall die Wiederbelebung. „Mit dem Weltrekordversuch und weiteren geplanten Aktionen wollen wir uns nachhaltig engagieren, um das unverzügliche Ingangbringen der Überlebenskette zu optimieren,“ sagt Projektleiter und Veranstalter Michael Schiemer.
Anlässlich der „Retter Notfalltage“ findet am 22. September auf der Trabrennbahn in Wels der Weltrekordversuch mit Reanimationstraining statt. Der aktuelle Weltrekord, der 2013 in Münster mit 11.840 Schülern aufgestellt wurde, wird geknackt, wenn mehr als 12.000 Menschen gleichzeitig an Reanimationspuppen das Wiederbeleben üben. Teilnehmen kann jeder. Eine Anmeldung ist erforderlich und wird online unter www.handaufsherz.co.at schnell und einfach durchgeführt.
Der Weltrekordversuch findet um 16:30 Uhr statt. Das Warm up mit vielen interessanten Gästen beginnt um 14:30 Uhr.