21. Oktober 2018

LANDLER/IN DES MONATS

Johann Eibelhuber


Die Biene reagiert sehr sensibel auf Veränderungen und ist daher ein wichtiger Indikator für den Zustand unseres Ökosystems. Das vieldiskutierte Bienensterben betrifft uns daher mehr als uns lieb sein kann. Johann Eibelhuber pflegt seit 53 Jahren ein inniges Verhältnis zu den emsigen Insekten. „Mit 12 Jahren habe ich meinen ersten Schwarm bekommen,“ erzählt der 65-Jährige, dessen Neugier einst ein benachbarter Imker geweckt hat, und die nie mehr erloschen ist.
Was ist das Faszinierende an der Bienenzucht? „Das kann man nicht beschreiben, das muss man erleben,“ schwärmt Eibelhuber. „Wie sich die Völker entwickeln, wie sie arbeiten. Das ist einfach großartig.“ Johann Eibelhuber besitzt 40 Bienenvölker, die den pensionierten Polizeibeamten ganzjährig auf Trab halten. „Man ist immer beschäftigt,“ sagt der Familienvater, der mit seinen Bienen ein genauer Beobachter der Natur ist. „Im August und September ist das Pollenangebot schon sehr gering. Es gibt fast keine Wiesen mehr,“ beklagt der Taufkirchner. Dazu kommt das Problem mit den giftigen Pflanzenschutzmitteln. Wenn dann das Wetter auch noch verrückt spielt, kann es schon sein, dass der Honigertrag gegen Null geht, wie etwa vor zwei Jahren.
2017 hingegen war ein gutes Honigjahr. Pro Bienenvolk erntete Eibelhuber 35 Kilo. Wie knapp 1.500 andere Imker aus ganz Österreich schickte er drei Sorten an den Imkerbund zur Laboranalyse und Bewertung. Anlässlich der „Ab Hof Messe“ in Wieselburg erfuhr Johann Eibelhuber, der seit 1982 auch den örtlichen Imkerverein mit derzeit 25 Mitgliedern, darunter auch einige Frauen, führt, das Ergebnis: Sein Waldhonig und sein Cremehonig wurden jeweils mit Gold prämiert, in der Kategorie „Blüten mit Waldhonig“ gab es Bronze. „Zweimal Gold habe ich noch nie erhalten,“ freut sich der Edel-Imker, der viele Stammkunden hat und mit seinem Honig auch den Nah & Frisch-Markt in Taufkirchen beliefert.