23. Juli 2018

GESUNDHEIT

KOLUMNE von Mag. Wolfgang Rizy

L-Arginin… wofür?


Kontakt: 07248/62661, office@rizy.at

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe, die unser Körper braucht, um optimal zu funktionieren. Vitamine und Mineralstoffe kennt heute jedes Kind, doch es gibt auch relativ unbekannte Substanzen, die ebenso wichtig für unseren Organismus sind.
Was ist L-Arginin?
Dabei handelt es sich um eine so genannte semi-essentielle Aminosäure, die unser Körper selbst in ausreichender Menge herstellen kann, jedoch in gewissen Situationen dringend mehr davon benötigt. So wird Arginin etwa in der Wachstumsphase, bei schweren Infektionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, erektiler Dysfunktion und Verletzungen, aber auch bei Leistungssportlern vermehrt gebraucht. Ein Bedarf, der nur durch zusätzliche Zufuhr mit der Nahrung gedeckt werden kann.
Wichtig für das Herz-Kreislauf-System
L-Arginin spielt hier als Vorstufe des wichtigen Stickstoffmonoxids eine große Rolle. Dieser gasförmige Neurotransmitter trägt unter anderem zur Regulierung des Gefäßtonus, der Immunabwehr und zahlreichen Funktionen unseres Nervensystems bei. Darüber hinaus verbessert er die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Blutgefäße im Bereich des Herzens, senkt den Blutdruck und reduziert zudem das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Weitere wesentliche Funktionen
Speziell Personen, die unter Diabetes mellitus leiden, sollten auf eine ausreichende Versorgung mit L-Arginin achten. Es steigert nicht nur die Insulinfreisetzung und -sensitivität, sondern ebenso die Glukosetoleranz.
Darüber hinaus spielt L-Arginin eine wichtige Rolle bei Verletzungen. Es fördert den Wundheilungsprozess sowie die Kollagensynthese und wird bei schweren Verletzungen oder Operationen in erhöhter Dosis verabreicht.
Last, but not least steht L-Arginin auch oft auf dem täglichen Nahrungsergänzungsprogramm von vielen Leistungs- und Kraftsportlern. Hier dient es zur Steigerung der körpereigenen Wachstumshormonfreisetzung, welche den Muskelaufbau und Fettabbau fördert sowie zur Erhaltung der bereits bestehenden Muskelmasse beiträgt.
Hier ist Vorsicht geboten
Wird L-Arginin in zu hohen Dosierungen verabreicht, können Durchfall, Magenreizungen und Übelkeit die Folge sein. Auch Infektionen mit dem Herpes simplex-Virus verschlimmern sich bei einer übermäßigen Gabe. In diesem Fall sollte ebenso auf argininreiche Nahrungsmittel wie Schokolade, Nüsse, Mandeln verzichtet werden.