21. September 2017

LANDLER/IN DES MONATS

Katharina Auinger


In Oberösterreich wachsen auf 1.200 Hektar Speiseerdäpfel. Damit sind wir hinter Niederösterreich die Nummer zwei als Erdäpfellieferant. Das Hauptanbaugebiet ist das Eferdinger Becken mit 400 Hektar. Da passt es gut, dass Oberösterreichs Erdäpfelprinzessin auch aus dieser Region kommt. Katharina Auinger wurde 2015 in den Adelsstand erhoben, heuer amtiert sie in ihrer dritten und letzten Saison. Auftritte bei Pressekonferenzen und diversen Veranstaltungen rund um die Kartoffel gehören zur Hauptaufgabe ihrer Regentschaft.
Das Hohe Lied auf den Erdapfel fällt Katharina I., deren Eltern in Prambachkirchen einen kleinen Bauernhof führen, nicht schwer. Ihre Lieblingsspeise sind Erdäpfelnudeln mit Apfelkompott. „Die hat uns meine Oma Hildegard früher immer Samstagmittag gemacht, wenn wir brav waren,“ erzählt die Prinzessin. Wie sie sind viele ihrer Landsleute „Erdäpfel-Tiger“. Nur im Burgenland werden pro Kopf mehr Erdäpfel verspeist als in Oberösterreich. Im Schnitt isst jeder Österreicher 48 kg Erdäpfel im Jahr.
Katharina Auinger wirbt nicht nur für die heimische Erdknolle, ihr ist es wichtig, dass möglichst viele regionale Lebensmittel auf den Tisch kommen. Als Landjugend-Bezirksleiterin predigt sie mit Überzeugung das heurige Jahresmotto „Dorfverstand ­– bewusst regional“. Der Ab Hof-Verkauf liegt ihr besonders am Herzen. „Die Eferdinger Landjugend ist eine kleine, aber feine unparteiische Gemeinschaft, die neben der Fortbildung den Spaß nicht vergisst,“ sagt Katharina.
Die Familie der Erdäpfelprinzessin lebt den regionalen Geist in der Praxis vor. Katharinas Eltern, Maria und Hermann, betreiben neben der Landwirtschaft ein Sägewerk und eine Mühle, in der das Getreide von den eigenen Feldern gemahlen wird. Mutter Maria verarbeitet das hauseigene Mehl zu wohlschmeckendem Mühlenbrot, das sich in der Region großer Nachfrage erfreut. Wenn’s pressiert, packen Katharina und ihre Geschwister Wolfgang (28) und Juliane (31) fleißig mit an.