21. September 2017

AKTUELLES

Schlüßlberger Landwirte fordern längerfristige Vertragssicherheit

2 Öko-Pioniere kämpfen weiter


Etwa 500 Ökostrom-Aktivisten demonstrierten beim Klimagipfel am Heldenplatz in Wien. Sepp Malzer pinselte auf eine 6 x 4 m große Leinwand eine Sonne.

Die Schlüßlberger Landwirte Josef Malzer und Johann Wildfellner machen sich seit Jahrzehnten für ökologischen Strom stark. Sie sind exzellente Kenner der Materie in Theorie und Praxis. Der Ökoenergiepark in Grieskirchen-Parz mit Biomasse-Heizkraftwerk und angeschlossener Stromerzeugung aus Biogas gilt weithin als Musterprojekt. „Erst kürzlich war eine Delegation aus Moldawien zur Besichtigung da,“ erzählt Johann Wildfellner als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft, zu der auch Malzner gehört.
Das Duo weiß, dass es in Österreich 300 Biogasanlagen gibt, und fürchtet, dass etwa 200 von ihnen zusperren müssen, „wenn die Abnahme ihres Ökostroms zu vernünftigen Bedingungen nicht längerfristig garantiert wird.“ Die derzeitigen Verträge laufen 13 Jahre, der des Bioenergieparks in Parz endet im August 2019.  Wildfellner: „Unsere Anlage gehört zu den besten Österreichs, aber zu den Marktpreisen wäre der weitere Betrieb gefährdet.“ In Vorarlberg und Steiermark wurden schon Anlagen abgeschaltet. Durch die Ökostromnovelle gibt es für Biogas 11,7 Millionen Euro bis 2020.